Erste Symptome einer Erkältung treten bekanntlich meist im Halsbereich auf. Man spürt ein Kratzen, leidet unter Halsschmerzen oder Problemen beim Schlucken. Außerdem fühlt man sich unterkühlt, schlapp und müde. Im weiteren Verlauf kommt es zu Schnupfen und Husten. Bei einer Erkältung handelt es sich um einen grippalen Infekt. Auf Grund der Infektion wird das körpereigene Abwehrsystem auf den Plan gerufen.  Daher kann auch die Körpertemperatur ansteigen, das heißt man bekommt leichtes Fieber. Zusätzliche häufige Symptome sind Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Wer schon bei der ersten Anzeichen aktiv wird, kann die Erkältungssymptome mit Hausmitteln effektiv lindern.

Stärkung der Abwehrkräfte

Ein intaktes Immunsystem kann dafür sorgen, dass Erkältungssymptome nicht so intensiv ausfallen. Somit beginnt die Linderung der Beschwerden sinnvollerweise bereits bevor sie sich bemerkbar machen. Zur Stärkung des Immunsystems bedarf es keiner Arzneimittel. Wer sich an ein paar einfache Tipps hält, ist in der Regel gut auf die Erkältungszeit einstellt. So zeigen Forschungsergebnisse, dass im Schlaf vermehrt Immunzellen gebildet werden. Zudem besitzen diese einen Tag-Nacht-Rhythmus und arbeiten intensiver, wenn der Mensch schläft. Daher sollte man die eigenen Schlafgewohnheiten unbedingt an die Bedürfnisse des Körpers anpassen. Sieben bis neun Stunden sind im Normalfall eine gute Schlafdauer. Zu viel Schlaf ist dabei genauso ungesund wie zu wenig Schlaf. Man sollte sich auch möglichst einen Rhythmus aneignen, den man dauerhaft einhält. Geht man jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett, stellt sich der Körper auf die Nachtruhe ein, wodurch man besser ein- und durchschläft. Manche Wissenschaftler behaupten, dass der Schlaf vor Mitternacht im Hinblick auf den Biorhythmus besonders förderlich sei.

Saunieren härtet den Körper ab. Die hohen Temperaturen und die darauf folgende rasche Abkühlung stellen zwar eine hohe Belastung für den Kreislauf dar, sind aber dennoch gesund und hilfreich, um das Immunsystem fit zu halten. Durch die thermischen Reize wird die Bildung bestimmter Abwehrzellen angeregt. Regelmäßige Saunabesuche sorgen dafür, dass der Körper auch im Alltag mit Temperaturschwankungen besser zurechtkommt. Einmal pro Woche zwei bis drei Saunagänge sind zur Vorbeugung von Erkältungen optimal. Da nicht jeder eine Sauna in der Nähe geschweige denn zu Hause hat, sind Wechselduschen als alternatives Hausmittel ratsam. Eine Wechseldusche beginnt und endet immer mit heißem Wasser. Um den Körper daran zu gewöhnen, sollte man anfänglich nicht zu heißes bzw. zu kaltes Wasser verwenden. Für Personen, die bereits erkältet sind, sind Saunagänge und Wechselduschen ausdrücklich kein geeignetes Hausmittel.

Inhalieren bei Erkältung

Ein hervorragendes Hausmittel zur Linderung von Erkältungssymptomen sind Inhalationen.  Damit lassen sich Verschleimungen lösen, Husten und Schnupfen lindern und die ausgetrockneten Schleimhäute der Atemwege anfeuchten. Am einfachsten ist es, einen Topf mit heißem Wasser zu füllen, den Kopf darüber zu beugen und ihn mit einem Handtuch abzudecken. Solch ein Dampfbad sollte ca. fünf bis fünfzehn Minuten dauern. Besser geeignet sind allerdings Inhalationsgeräte aus der Apotheke. Entsprechende Dampfinhalatoren speichern die Wärme und verringern das Risiko sich zu verbrühen. Außerdem sind sie so gestaltet, dass mittels einer Atemmaske nur Mund und Nase bedampft werden, was den Vorteil hat, dass die Augen nicht gereizt werden. Zur Dampfinhalation eignen sich ätherische Öle wie Kamille, Eukalyptus oder Menthol. Man kann beispielsweise Kamillentee aus der Küche verwenden.  Salzwasser funktioniert bei einfachen Dampfinhalatoren nicht, da der Siedepunkt von Salz zu hoch ist. Dafür benötigt man einen Vernebler mit Ultraschall oder Druckluftdüse. Diese sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, lohnen sich allerdings insofern, als dass sie feinere Tröpfchen produzieren, die bis in die Bronchien gelangen. So lässt sich auch tief sitzender Schleim lösen.

Kräutertees gegen Erkältungssymptome

Viel trinken ist immer wichtig. Bei Erkältungen jedoch umso mehr. Kräutertees sind lecker und gesund. Als schweißtreibendes Hausmittel bei Fieber und Erkältung trinkt man vor dem Schlafengehen Holunderblütentee oder Lindenblütentee. Kamillentee und Pfefferminztee haben sich ebenfalls bei Erkältungen bewährt. Weniger bekannt aber dennoch wirkungsvoll ist Spitzwegerichtee. Bei Halsschmerzen kann man beispielsweise auf Salbeitee zurückgreifen. Des Weiteren gibt es in der Apotheke auch spezielle Erkältungstees und Hustentees. Diese enthalten mehrere aufeinander abgestimmte Inhaltsstoffe. Dadurch erspart man sich die Herstellung einer Teemischung, zumal man bestimmte Kräuter wie Thymian oder Süßholzwurzel eh selten zu Hause hat. Arzneitees aus der Apotheke haben zudem einen höheren Wirkstoffgehalt als Tee aus dem Supermarkt. Tees sollte man immer heiß bzw. warm trinken – und zwar ohne Zucker.

Bäder gegen Erkältungssymptome

Ein heißes Bad tut gut und entspannt. Wie auch bei der Sauna wird das Immunsystem stimuliert. Daher ist ein Erkältungsbad auch nur angebracht, wenn man kein Fieber hat. Die Temperatur sollte mindestens der Körpertemperatur entsprechen. Wer es verträgt, kann gerne auch etwas heißer baden, um den fröstelnden Körper aufzuheizen. Spezielle Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen wie etwa Eucalyptusöl oder Fichtennadelöl, die die Durchblutung anregen, Erkältungsbeschwerden lindern und die Atemwege befreien, sind besonders hilfreich. Auch hier empfiehlt sich die Verwendung hochwertiger Arzneibäder aus der Apotheke. Eine angemessene Badezeit liegt bei ca. zwanzig bis dreißig Minuten. Nach einem Vollbad sollte man dem Körper unbedingt eine Ruhephase gönnen.

Mikronährstoffe für das Immunsystem

Eine Erkältung kann zu einem erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen führen. Die richtige Ernährung bei Erkältung hilft, die Beschwerden zu lindern, da bestimmte Mikronährstoffe wichtig für das Immunsystem sind.  Dazu zählen vor allem Vitamin C und der Mineralstoff Zink. Gute Vitamin C Lieferanten sind zum Beispiel Acerolakirschen, Hagebutten, schwarze Johannisbeeren, Sanddorn, Papaya, Paprika, Brokkoli, Rosenkohl oder Grünkohl. Lebensmittel mit einem hohen Zinkgehalt sind Austern, Weizenkleie, Haferflocken, Kürbiskerne, Paranüsse, Käse wie Edamer oder Emmentaler sowie Rinderfilet.

Weitere Hausmittel bei Erkältung

Heiße Milch mit Honig ist ein bekanntes Hausmittel, das tatsächlich funktioniert. Heiße Getränke sind an sich schon beruhigend, und Honig enthält entzündungshemmende Stoffe. Insbesondere bei Halsschmerzen ist heiße Milch mit Honig daher ein empfehlenswertes Getränk. Wichtig bei der Zubereitung ist, den Honig erst einzurühren, wenn die Temperatur der Milch unter 40 Grad gesunken ist, da seine entzündungshemmende Wirkung ansonsten verloren geht.

Hühnersuppe hingegen gehört zu den Hausmitteln gegen Erkältung, die noch nicht so bekannt sind. Dabei konnten Wissenschaftler nachweisen, dass in Hühnersuppe entzündungshemmende und abschwellende Substanzen enthalten sind. Die Suppe hemmt bestimmte weiße Blutkörperchen, die Entzündungen hervorrufen können. Außerdem ist sie reich an für ein geschwächtes Abwehrsystem wichtigen Nähr- und Vitalstoffen wie Cystein, Eisen  und Zink.

Zwiebelsaft ist zwar nicht besonders appetitlich, aber die Wirkung macht ihn zu einem bewährten Hausmittel. Die Zwiebel hat schleimlösende Eigenschaften. Daher ist Zwiebelsaft oder Zwiebeltee speziell bei produktivem Husten das Mittel der Wahl. Für die Herstellung von Zwiebelsaft schneidet man eine Zwiebel klein und lässt sie ca. fünf Minuten in einem halben Liter Wasser kochen. Für einen angenehmeren Geschmack sorgt man durch eine Zugabe von Honig.